Saudi-Arabien wird zum Exporteur von grünem Ammoniak. Interview mit Peter Terium

Eines der größten Projekte zur Produktion erneuerbarer Energien wird derzeit in Saudi-Arabien entwickelt und trägt den Namen Neom. Das Gebiet liegt an der Küste des Roten Meeres und hat etwa die Größe von Belgien. Auch wenn Neom zu 100 Prozent mit Erneuerbaren gespeist wird, gehen die Pläne weit über den Energiebereich hinaus. Saudi-Arabien plant eine Zukunftsregion mit Smart Cities und setzt auf Innovationen in den Bereichen Wasser, Nahrungsmittel und Medien.

Peter Terium leitet den Energiebereich. Am Anfang stehen in Neom Wind- und Sonnenstrom. Damit produziert ein Elektrolyseur mit 2.000 Megawatt etwa 650 Tonnen Wasserstoff pro Tag. Der Wasserstoff soll zu Ammoniak weiterverarbeitet werden, auch für den Export – sei es nach Europa, Asien oder auch in die USA. In etwa fünf Jahren, so Terium, will sich Saudi-Arabien als Anschub-Investor zurückziehen und der Privatwirtschaft das Feld überlassen.

Mit der Produktion von grünem Strom, Wasserstoff und einem Derivat wie Ammoniak befindet sich Neom auf einer Linie mit GES. Deshalb sind Erfahrungen, die in Projekten wie Neom gesammelt werden, für uns äußerst wertvoll.

Peter Terium, Managing Director Neom

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