Interviews

Das hat Staaten wie Saudi-Arabien zum Umdenken gebracht.

Kaum jemand hat so viel Erfahrung mit regenerativer Energie in Nordafrika und Nahost wie Paul van Son. Er war der Gründungsgeschäftsführer der Desertec Industrial Initiative (Dii) 2009. In den vergangenen zehn Jahren hat es einen rasanten Preisverfall bei grünem Strom aus der Wüste gegeben. Das hat Staaten wie Saudi-Arabien zum Umdenken gebracht. Mittlerweile tritt bei Dii der Exportgedanke wieder in den Vordergrund. Ganz im Sinne von Global Energy Solutions. Für den Nahen Osten und Nordafrika ist der Marktwirtschaftler van Son optimistisch. Die Region könne zu einem „Energy-Powerhouse“ für die Welt werden. Weiterlesen

Schlögls Konzept The Modern Forest funktioniert nach demselben Prinzip.

Professor Robert Schlögl ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energie-konversion in Mülheim an der Ruhr. Seit Jahren befasst er sich mit molekularen Energieträgern. Ein Wald ist für ihn ein biologisches System, das Holz herstellt –aus CO2, Licht und Wasser. Schlögls Konzept The Modern Forest funktioniert nach demselben Prinzip. Das Produkt ist aber nicht Holz, sondern Methanol. Ganz im Sinne von Global Energy Solutions. Im Interview spricht Schlögl darüber, wie es zu einer Energiewende mit grünen Brennstoffen kommen könnte und welche Rahmenbedingungen er sich dafür wünscht. Weiterlesen

Wir kommen von der anderen, der elektrischen Seite und machen sie intelli-genter und effizienter.

In Österreich gibt es einen spannenden Auto-Prototypen zu besichtigen, der zum Konzept von Global Energy Solutions passt. Er wird von einem Elektromotor angetrieben. Der Strom kommt aus einem Generator. Er wird von einem Verbrennungsmotor gespeist, der mit E-Methanol (grünem Methanol) betankt wird. So wird das Hybridfahrzeug klimaneutral. Seine Hardware vereint alle Vorteile modernen Automobilbaus. Die Infrastruktur für den Treibstoff, das E-Methanol, gibt es bisher allerdings nur auf dem Papier. Beides zusammen, so glaubt der Initiator Frank Obrist, ergibt einen interessanten Business Case. Weiterlesen

Die Idee dahinter: Synthetische Kraftstoffe herzustellen, alleine aus Wind, Wasser und Luft.

Es ist ein flaches und karges Land, sagt Markus Speith von Siemens Energy. „Beeindruckend, wie stark die Landschaft durch den Wind geprägt ist. Die Bäume stehen dort wirklich in eine Richtung geneigt.“ Speith war schon zwei Mal in Patagonien, im äußersten Süden Chiles. Auf den Flächen sollen demnächst die Bauarbeiten für das Projekt Haru Oni beginnen. Die Idee dahinter: Synthetische Kraftstoffe herzustellen, alleine aus Wind, Wasser und Luft. Derzeit ist davon aber noch kaum etwas zu sehen. In dieser grandiosen Landschaft an der Magellanstraße, die den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean verbindet, weiden hauptsächlich Schafe. Weiterlesen

Wir wissen so viel über den Stand des Klimas und über Lösungsmöglichkeiten

Klaus Töpfer hat einen globalen Blick. Acht Jahre lang war er in Nairobi Exekutivdirektor der UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen. „Wir wissen so viel über den Stand des Klimas und über Lösungsmöglichkeiten“, sagt Töpfer. „Darin ist ganz sicherlich Wasserstoff und sind synthetischen Kraftstoffe und Methanol und anderes extrem bedeutsam.“ Dafür sprechen laut Töpfer auch die Wasserstoff-Initiative der Bundesregierung und der European Green Deal der EU. Mit vorhandenem Wissen könne man bereits heute handeln. Ebenso wichtig sei es aber auch, Innovationen weiterzutreiben. Die Lösungssuche mit Hilfe der Wissenschaft sei noch lange nicht zu Ende. „Wir werden Solarenergie noch günstiger herstellen können.“ Weiterlesen

Natürlich muss Deutschland handeln, aber Deutschland alleine, das ist zu wenig

Natürlich müsse Deutschland handeln, aber Deutschland alleine, das sei zu wenig. „Wir müssen bei uns belegen, dass wir eine Technologie haben, die eine CO2-freie wirtschaftliche Stabilität ermöglichen kann.“ Töpfer plädiert dafür, dass Wissenschaft und Industrie, die sich mit Energie- und Klimafragen befassen, zusammengebracht und gebündelt werden. „Gehen Sie nach Tunesien, wo sehr viel auf dem Gebiet geforscht und gearbeitet wird, gerade auch in Sachen Wind- und Sonnenenergie. In Marokko ist es vergleichbar.“ Töpfer kennt die Verhältnisse aus eigener Anschauung. „Wir werden die Probleme der Entwicklungsländer und gerade auch Afrikas über den Maghreb hinaus nicht bewältigen können, indem wir dort unsere Bedürfnisse befriedigen und Wasserstoff für uns erzeugen. Weiterlesen

Der klimaneutrale Verbrennungsmotor

„Im Moment denken Journalisten und Halbinformierte, dass um des Klimas Willen der Verbrennungsmotor abgeschafft werden muss. Das ist aber überhaupt nicht zwingend“, sagt Ernst Ulrich von Weizsäcker, Kuratoriumsvorsitzender von Global Energy Solutions. „Wenn man nämlich genau so viel CO2 aus der Atmosphäre oder aus Abgasrohren herausholt, ist er klimaneutral.“ Gleichzeitig plädiert er für eine Synthese aus batterieelektrischen und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Die Entwicklung von Elektroautos in China und Kalifornien sieht von Weizsäcker nicht motiviert durch die Klimafrage, sondern durch die schlechte Luftqualität in den Großstädten. Weiterlesen

Eine Lösung für das verteufelte CO2

Christof von Branconi, Vorsitzender des Vorstands von Global Energy Solutions, hat in vielen Teilen der Welt chemische Anlagen gebaut. Diese Erfahrung möchte er in die Arbeit des Vereins einbringen. Er argumentiert aus der Sicht von Unternehmen: „Wir nutzen das erzeugte CO2 als Wertstoff in der Kombination mit Wasserstoff zu Methanol. Und dadurch, dass mein Unternehmen das Methanol hinterher wieder als Einsatzstoff nutzt, erzeuge ich eine Kreislaufwirtschaft, die für mein Unternehmen ein Kostenproblem löst.“ Weiterlesen

Industriepartner und Unternehmen

Prof. Dr. Estelle Herlyn, Mitglied des Vorstands von Global Energy Solutions, entwickelt die Vision des Vereins. Sie äußert sich zu den ökonomischen Aussichten der Lösungsvorschläge: „Das hängt entscheidend daran, ob es möglich ist, erneuerbare Energie in riesigen Mengen zu günstigen Kosten herzustellen.“ Und sie erläutert, warum Nachhaltigkeit für Unternehmen kein Marketingthema mehr ist, sondern die Unternehmensstrategie entscheidend mitprägt. Die Verfügbarkeit von Energie hält sie für absolut zentral – auch im Nachhaltigkeitsdiskurs. Weiterlesen

Problemdruck bringt Dinge in Bewegung

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher, Mitglied des Vorstands von Global Energy Solutions, erläutert im Interview die Ziele und die Strategie des Vereins. Er beschreibt das Zusammenspiel der Bausteine des globalen Lösungsansatzes für die Energie- und Klimakrise. Und er erläutert, warum er die Position für aussichtsreich hält: nämlich aus schierer Not, weil die Klimaerwärmung ungebremst voranschreitet: „Ich glaube, wir von Global Energy Solutions werden eine konsistente Lösung vorlegen. Und irgendwann wird man froh sein, darauf zugreifen zu können.“ Weiterlesen