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Chance für den Klimaschutz – Die Allianz für Entwicklung und Klima hat bereits 300 Unterstützer

BKU

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Inhaltsangabe

Beim Treffen der Allianz für Entwicklung und Klima war auch der BKU dabei, der zu den Unterstützern der Allianz gehört.

Im November 2018 rief das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Allianz für Entwicklung und Klima ins Leben. Im Zentrum stehen die Themen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. Ziel der Allianz ist es, private und öffentliche Akteure zur Zusammenarbeit zu bewegen und Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern, die sowohl Klimaschutz als auch weitere Nachhaltigkeitsziele (Co‑Benefits) unterstützen.

Bezüglich beider Themen bestehen große Umsetzungsdefizite und Finanzierungslücken. Realistisch betrachtet ist das Zwei‑Grad‑Celsius‑Ziel aus heutiger Sicht schwerer erreichbar; besonders wichtig wird sein, den Klimawandel erfolgreich zu begrenzen. In Entwicklungs‑ und Schwellenländern entscheiden sich viele Maßnahmen dort, denn dort drohen in den kommenden Jahren große Zuwächse bei den CO₂‑Emissionen. Hinsichtlich der Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen sieht es nicht besser aus: Es mangelt an zuverlässiger statistischer Erhebung und langfristiger Finanzierung. Weitere Projekttypen sind erneuerbare Energien in verschiedenster Ausprägung; durch Technologietransfer können Entwicklungsländer von der Förderung großer Windparks bis hin zu effizienten Solarkochern auf Haushaltsebene profitieren.

Viele Projekte in Entwicklungsländern erzeugen sogenannte Negative‑Emissionen, die der Atmosphäre bereits emittiertes CO₂ entziehen und sind zugleich besonders wertvoll in der Erzeugung von Co‑Benefits wie Wertschöpfung und Arbeitsplätzen, Infrastruktur und Bildung. Eine weitere Projektkategorie sind erneuerbare Energien, die auf unterschiedliche Weise zum Technologietransfer beitragen und so die Entwicklungsländer durch die Förderung von beispielsweise großen Windparks bis hin zu effizienten Solarkocherlösungen auf Haushaltsebene stärken.

Viele Projekte und Kompensationsanbieter, die ihre Projekte den Kriterien der Allianz genügen sehen, haben sich dem Bündnis bereits angeschlossen. In ihren bisherigen Aktivitäten hat die Allianz schon erheblich dazu beigetragen, mehr Transparenz in den freiwilligen Emissionshandel zu bringen und die politische Akzeptanz der CO₂‑Kompensation zu stärken.

Seit der Gründung der Allianz ist die Anzahl der Unterstützer auf einige Hundert angewachsen; zu ihnen zählen drei große Konzerne, ein ausbaufähiges Bundesprojekt und der BKU als einer der Unterstützer. Unter den Unterstützern befinden sich Wirtschafts- und Industrieunternehmen sowie weitere Akteure, die durch umfassende Nutzung des Instruments der CO₂‑Kompensation zur Erreichung hoher Standards beitragen.

Grafik 1(siehe PDF-Dokument)

Je größer die Anzahl der Nachahmer des Instruments, desto größer sind die Chancen, den Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam zu begegnen. Die Allianz ist ein Bündnis, das sich jedem Unternehmen – unabhängig von seiner Größe – öffnen sollte, um gemeinsam wirksame Beiträge für den Klimaschutz und die nachhaltige Entwicklung zu leisten.

Die Allianz für Entwicklung und Klima hat bereits 300 Unterstützer gewonnen. Mit Hilfe des Privatesektors sind marktbasierte Finanzierungslösungen möglich, um Projekte in Entwicklungs‑ und Schwellenländern zu fördern, die den Klimaschutz voranbringen und gleichzeitig weitere Nachhaltigkeitsziele erreichen.

Grafik 2(siehe PDF-Dokument)

Prof. Dr. Estelle Herlyn ist Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre sowie Sektoratsbeauftragte für Nachhaltigkeit und Wirtschaftsethik an der Hochschule. Weitere Informationen unter: www.allianz-entwicklung-klima.de

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