Einleitung
Die Agenda 2030 hat so wenig Chancen auf Umsetzung bis 2030 wie sich das Paris Abkommen in Bezug auf das Thema Klima umsetzen lässt. Das ist der Ausgangspunkt des vorliegenden Textes. Trotzdem wird die Frage aufgeworfen, wie es mit den Umsetzungschancen aussieht, wenn man mehr Zeit vorsieht, nämlich für den Umsetzungszeitraum 2050-2070. Hier kann der vorliegende Text auf eine unter Beteiligung des Autors entwickelte Referenzlösung für eine Welt zurückgreifen, die eine Welt im Wohlstand ist (auch im klassischen BIP-Sinne) und trotzdem die Umwelt schützt und das Klima stabilisiert. Damit ist die Ausgangssituation des vorliegenden Textes gegeben. Orientierungslinie ist die sogenannte Referenzlösung, die eine ökosoziale Welt bis etwa 2070 als realisierbar ansieht. In einer klugen Zusammenarbeit zwischen Industrieländern und Entwicklungs- und Schwellenländern liegen erhebliche Chancen, die genannten Ziele wirklich zu erreichen. Teil der Lösung sind erhebliche finanzielle Transfers, die die Industrieländer in die Entwicklungs- und Schwellenländer leisten müssen – nur so gibt es eine Umsetzungschance der Referenzlösung. Die Referenzlösung ist die Basis des Buches „ALL IN! Energie und Wohlstand für eine wachsende Welt“. Dieses wurde im September 2025 in dem Wettbewerb „getAbstract“ mit 9 weiteren Büchern für die Shortlist des besten Businessbuches in diesem Kontext nominiert.
Die auf den ersten Blick nur schwer zu leistende finanzielle Seite der Referenzlösung wird dadurch wesentlich vereinfacht, dass in einer geeigneten Zusammenarbeit zwischen den Industrieländern und den Entwicklungs- und Schwellenländern gemäß Artikel 6.4 des Paris Vertrags und seiner Präzisierung auf der Weltklimakonferenz in Baku (2024), die nicht Teil der Referenzlösung ist, letztlich die Industrieländer ganz viel Geld im Bereich Klimaschutz einsparen können, wenn sie mit den Entwicklungs- und Schwellenländern klug kooperieren, weil eben in den Entwicklungs- und Schwellenländern die Vermeidungskosten für eine Tonne CO bei (nur) etwa 50 USD Kosten liegen, in den Industrieländern ist man leicht bei 1.000 USD und noch mehr. Diese Windfall-Profits sind die eine Seite, die andere Seite ist, dass auf der Klimakonferenz in Baku Ende 2024 die Weltgemeinschaft Finanzierungserfordernisse zwischen Industrieländern und den übrigen Ländern festgestellt hat, die etwa in der Größenordnung liegen, die in der Referenzlösung vorgesehen wurden. D.h. seit Baku geht es in der Weltklimapolitik um sehr große Geldtransfers zu den Entwicklungs- und Schwellenländern.
Baku hat zudem auch ein Instrument bereitgestellt, mit dem das alles angegangen werden kann, nämlich, wie eben schon angedeutet, die Kooperation im Klimabereich zwischen Industrieländern und Entwicklungs- und Schwellenländern (Artikel 6.4 des Paris Abkommens). Nutzt man also das neue Instrumentarium und hat große Geldtransfers als Notwendigkeit vor Augen, dann landet man bei der Umsetzung der Referenzlösung, so wie sie in dem Buch „ALL IN!“ beschrieben ist. Und diese Umsetzung erreicht Klimaneutralität zwischen 2050 und 2070 in einer Welt im Wohlstand mit enormen Steigerungen des BIP vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern (und potentiell einem Weltwirtschaftswunder). Wegen der sehr positiven Resonanz auf „ALL IN!“ im Wirtschaftsumfeld verbreitet dieser Text nicht nur die Aussagen zur Referenzlösung, die die Basis für den vorliegenden Beitrag darstellen, sondern unterstreicht zugleich die inhaltlich-sachliche Qualität der Referenzlösung, die auch dem vorliegenden Text zugrundeliegt.

