- Transformation des Straßenverkehrs ist zentral für Klimaschutz, muss jedoch auch Versorgungssicherheit, Resilienz, Wirtschaftlichkeit und soziale Akzeptanz berücksichtigen
- Eine reine Fokussierung auf Batterieelektrifizierung greift zu kurz und ist systemisch begrenzt
- Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) sind ein wichtiger Bestandteil der Dekarbonisierung, jedoch bestehen Herausforderungen bei:
- Rohstoffverfügbarkeit (Lithium, Kobalt, Nickel, Seltene Erden)
- Ladeinfrastruktur und Netzausbau
- Kostenstruktur (insbesondere Batteriekosten)
- Lebenszyklus-Emissionen (Produktion + Strommix)
- Der Verkehrssektor ist stark durch die Bestandsflotte geprägt → schnelle Emissionsreduktion erfordert Lösungen jenseits von Neuzulassungen
- Erforderlich ist ein technologieoffener Ansatz mit mehreren parallelen Lösungen:
- Elektromobilität (BEV)
- Hybridfahrzeuge
- Verbrennungsmotoren mit klimafreundlichen Kraftstoffen
- Klimafreundliche Kraftstoffe sind zentral für kurzfristige Emissionsminderung:
- HVO100 (biogener Kraftstoff) als Dieselersatz
- E-Fuels (synthetische Kraftstoffe) ermöglichen Nutzung bestehender Fahrzeuge und Infrastruktur
- Range-Extender-Konzepte verbinden elektrische Antriebe mit flüssigen Energieträgern und wirken als Brückentechnologie
- Notwendig ist eine Reform der EU-Regulierungssysteme:
- Abkehr vom derzeitigen „Tank-to-Wheel“-Ansatz
- Einführung eines Life-Cycle-Assessment (LCA)-Ansatzes (ganzheitliche Bewertung aller Emissionen entlang der Wertschöpfungskette)
- Besonders für schwere Nutzfahrzeuge ist ein Mix verschiedener Technologien erforderlich:
- batterieelektrisch
- wasserstoffbasiert (Brennstoffzelle)
- kraftstoffbasiert (z.B. HVO100 mit bis zu 90% GHG-minderung)
- Geopolitische und strategische Aspekte sind einzubeziehen:
- Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und Batterieimporten
- klimafreundliche Kraftstoffe erhöhen Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit
- Erfolgreiche Dekarbonisierung erfordert:
- technologieoffene Politik
- marktbasierten Wettbewerb statt Verbote
- innovationsfreundliche Rahmenbedingungen
- Langfristig entsteht ein integriertes Energiesystem aus:
- elektrischen Lösungen
- klimafreundlichen molekularen (Kraftstoff-)Lösungen
- hybriden Antriebskonzepten
- Ziel:
- klimaneutrale Mobilität
- bezahlbare und alltagstaugliche individuelle Mobilität
- hohe Systemresilienz und Versorgungssicherheit

Klimaneutrale Mobilität braucht Technologievielfalt (Kurzfassung)
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