In Zeiten knapper öffentlicher Kassen sollte die Bundesregierung systematisch prüfen, wie die auszugebenden Mittel möglichst wirkungsvoll eingesetzt werden können. Nichts anderes fordert das in Vergessenheit geratene völkerrechtlich in der UN Klimarahmenkonvention verankerte Kostengünstigkeitsprinzip. Es gebietet, Klimaschutzmaßnahmen danach ausrichten, wo sie den größten globalen Klimanutzen erzielen. Das Prinzip macht nicht weniger als einen grundlegenden Kurswechsel in der heimischen Klimapolitik erforderlich, denn hochwertige Klimaschutzbeiträge können im globalen Süden oftmals für 50 Europro Tonne CO2 (und weniger) erbracht werden. Hingegen kostet die Vermeidung einer Tonne CO2 in Deutschland leicht einen vierstelligen Betrag, insbesondere bei Gebäuden und im Verkehr.
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