GES-Veranstaltung: Wege aus dem Endlager-Dilemma – Alternative Strategien zur Entsorgung von Kernbrennstoffen.

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Deutschland ist aus der Kernenergie ausgestiegen. Die Verantwortung für die abgebrannten Brennelemente und hochradioaktiven Abfälle bleibt jedoch bestehen. Derzeit werden sie in Zwischenlagern aufbewahrt. Langfristig sollen sie ohne weitere stoffliche Nutzung in einem geologischen Tiefenlager eingeschlossen werden.

Ob dieser vor vielen Jahren festgelegte Entsorgungspfad angesichts neuer technologischer Möglichkeiten und internationaler Erfahrungen unverändert fortgeführt werden sollte, war Gegenstand der Veranstaltung Wege aus dem Endlager-Dilemma – Alternative Strategien zur Entsorgung von Kernbrennstoffen“ am 20. Mai 2026 in Berlin.

Hier geht es zum zusammenfassenden Bericht.

Endlagerung bleibt notwendig – ist aber Teil eines Gesamtsystems

Soufiane Mekki von der OECD Nuclear Energy Agency eröffnete die fachlichen Beiträge mit einer internationalen Perspektive. Seine Kernbotschaft: Der sichere Umgang mit radioaktiven Abfällen ist technisch beherrschbar. Er erfordert jedoch einen langfristig angelegten Systemansatz, der Technik, Regulierung, Finanzierung, Wissensmanagement und gesellschaftliche Beteiligung miteinander verbindet.

Hier geht es zum Vortrag.

Deutschland braucht einen strukturierten Prüfpfad

Dr.-Ing. Bernhard Leidinger richtete den Blick auf den deutschen Entsorgungspfad. Sein Vorschlag ist kein kurzfristiger Wechsel der Entsorgungsstrategie, sondern ein regelmäßig wiederkehrender Prüfprozess. Ein vierstufiges Referenzprogramm soll zunächst Inventar und Bewertungskriterien klären, anschließend Alternativ- und Technologiepfade untersuchen und schließlich eine Roadmap mit klaren Entscheidungspunkten entwickeln. Das Programm sollte politisch mandatiert, aber fachlich unabhängig organisiert sein.

Hier geht es zum Vortrag.

Hier geht es zur schriftlichen Fassung des Vorschlags.

Dank an unsere Partner-Organisation 4Pi-Solutions für Bereitstellung der Vortrags-Videos.

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