Ein bezahlbares, klimaneutrales Stromsystem für Deutschland

Christof von Branconi fasst die wichtigsten Punkte des neuen GES-Papiers zum Stromsystem im Interview zusammen.

Nach Einschätzung von GES wird die Nachfrage nach Strom geringer ausfallen als bisher geplant: Der E-Auto-Boom findet nicht statt, das Gleiche gilt für Wärmepumpen und der Ausbau großer Elektrolyseure für die Produktion von grünem Wasserstoff hinkt ebenfalls hinterher. Hinzu kommt eine rückläufige industrielle Nachfrage. Statt der bisher erwarteten mehr als 700 Terawattstunden Strombedarf rechnet GES bis 2035 höchsten mit 600 bis 650 Terawattstunden.

Anders als die Bundesregierung, die einen Vollausbau der Erneuerbaren anstrebt, setzt GES beim Stromsystem auf zwei Säulen. Aus drei Gründen: Erstens, das GES-Konzept erleichtert die Bereitstellung von Energie für Phasen von Dunkelheit und längerer Windstille, vor allem im Winterhalbjahr mit wenig Sonnenschein. Zweitens, die Doppelstruktur hilft bei der Stabilisierung des Stromnetzes, die für die Versorgungssicherheit entscheidend ist. Und drittens hilft das Zwei-Säulen-Modell, die Kosten des Stromsystems zu beherrschen.

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