Erneuerbare Energie für Afrika. Interview mit Basma Bentaher

AMEA Power entwickelt Projekte mit erneuerbarer Energie schwerpunktmäßig in Afrika, etwa in Mali, Burkina Faso und der Elfenbeinküste. Im Interview berichtet Basma Bentaher, Projektentwicklerin des Unternehmens, über ein 50-Megawatt Solarprojekt im westafrikanischen Togo. Abnehmer ist ein staatlicher Energiekonzern. Endverbraucher sind die Menschen in der Region, etwa 250 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lomé. Die erste Ausbaustufe ist bereits am Netz. Im Jahr 2030 sollen etwa 600.000 Haushalte und 700 kleine und mittelgroße Unternehmen mit Elektrizität versorgt werden. Finanziert wird das Solarprojekt überwiegend vom Emirat Abu Dhabi.

Im Interview erläutert Basma Bentaher, warum das Projekt in Togo funktioniert hat (trotz Corona-Widrigkeiten) und weshalb andere Projekte in Afrika weniger erfolgreich waren. Entscheidend sei die Verlässlichkeit der staatlichen Partner. Wenn die Regierung eines Landes halbjährlich wechselt, sei das ein Problem. Oder wenn der Minister, der zuständig für Investitionen ist, sich für ein Projekt mit erneuerbaren Energien einsetzt, der Energieminister desselben Landes dagegen von grüner Energie nichts hält.

Die Erfahrungen von AMEA Power sind für GES sehr wertvoll, gerade wenn es darum geht, Potenzialanalysen für grüne Energien in Entwicklungsländern durchzuführen.

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